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01:56

von hungersnöten und ausländern

subventionen haben ja bekanntlich einen vorteil: nämlich einen in der nationalität begründeten kostenvorteil für die produzenten. und standortförderung ist ja zweifellos was gutes, wir wohnen ja schließlich da. (naja, die meisten, sozusagen).
man bezahlt mit seinen steuern also sowieso schonmal deutsche produkte zur hälfte, deswegen sehen die so billig aus.
und weil mit den preisen da die drittweltländerer auch mithalten wollen schnallen die halt den gürtel etwas enger.. selber schuld.

und schuld sind sie nun wirklich.. die haben durch ihre geburt in z.b. afrika ja regelrecht einen armutsvertrag unterschrieben. und für die einhaltung der verträge ist der staat zuständig: deswegen die bewaffneten grenzposten und die tollen biometriepässe.

man sieht also, marktversagen: die afrikaner misswirtschaften weil sie an dem denkbar blödesten ort geboren sind und werden durch marktkräfte in die knie gezwungen. da kann nurnoch der allmächtige staat helfen!
die bundeswehr muss endlich nach afrika rommeln und den leuten dort klar machen das ihre geburt eine verdammt dumme idee war.

zölle sind auch toll: damit bezahlt man sogar mit ausländischen produkten eine extraportion deutschland, wenn man da nicht patriotisch wird..

auch schön: die zum sterben geborenen und mit billigem ausländersoja gefütterten kühe und schweine werden auch subventioniert: währ ja auch noch schöner wenn man die kosten für lecker gebratenes muskelgewebe und andere köstlichkeiten selber bezahlen müsste.
(geschweige denn das die blöden fiecher ein gesetzliches recht zu leben hätten.)

für arbeitsplätze sind subventionen übrigens auch prima: die irgendwie überproduzierten produkte kauf der staat nämlich auch gleich ab.. so haben viele nette deutsche bauern (die dummen ausländer wieder nicht) gleich viel mehr arbeit als ihnen der fiese konsument ihm gönnen würde. und arbeit macht ja bekanntlich ..äh.. sozial.

achja: in letzer zeit sind die subventionen ja eher auf europäischer ebene üblich, man ersetze also "deutschland" durch "europa", auch in der schönen ersten strofe von Fallersleben's "Lied der Europäer".

achtung: sarkastisch und bestimmt voller rechtschreibfehler ;)

nachtrag: inspiranten für diesen eintrag waren übrigens die kommentatoren eines köstlichen wirtschaftliberalen interviews bei Stefan Niggemeier.

Reposted bysofiasbest sofiasbest

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