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February 14 2012

posiputt
02:12
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posiputt
02:03
posiputt
02:02
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astrid
01:41

Apple ist der Fair Labour Association beigetreten - Foxconn wird geprueft

Apple lässt Auftragsfertiger prüfen

Apple lässt die Arbeitsbedingungen bei seinen Auftragsfertigern überprüfen. Der Konzern erklärte in einer Aussendung, ein Team der US-Arbeitsrechtsorganisation Fair Labor Association (FLA) habe gestern mit der ersten Inspektion begonnen. Apple ist der FLA im Jänner beigetreten.

Den Anfang macht der weltgrößte Elektronikproduzent Foxconn und dessen Produktionsareal im chinesischen Shenzhen. Dort werden unter anderem das iPhone und das iPad hergestellt. Foxconn war mit einer Reihe von Selbstmorden seiner Mitarbeiter in die Schlagzeilen geraten. Erst vor kurzem hatte ein Bericht der „New York Times“ für weitere Aufregung über die Arbeitssituation bei Foxconn gesorgt.

Erster Bericht im März

Die FLA-Kontrolleure wollen laut Angaben Tausende Beschäftigte nach ihren Arbeits- und Lebensbedingungen befragen - angefangen von der Gesundheitsversorgung über die Sicherheit am Arbeitsplatz bis hin zur Bezahlung. Apple versicherte, die Kontrolleure bekämen freien Zugang zu Fabriken, firmeneigenen Unterkünften und Dokumenten. Das hätten die asiatischen Partner zugesagt. Die laufenden Inspektionen seien beispiellos in der Elektronikbranche, so Apple-Chef Tim Cook. Ein erster Bericht soll im März veröffentlicht werden.

Quelle:

http://www.orf.at/#/stories/2104850/

antifuchs
01:27
00:56

Das Internet geht auf die Straße: Zehntausende demonstrieren gegen ACTA

Was für ein Tag! Mehrere zehntausend Menschen sind heute bei Minustemperaturen in mehr als 60 Städten auf die Straße gegangen und haben gemeinsam gegen das ACTA-Abkommen und für eine Reform des Urheberrecht demonstriert. Das ist einfach unglaublich und niemand von uns hätte noch vor Wochen im Traum daran gedacht. Danke an Alle, die Demonstrationen organisiert oder einfach nur demonstriert haben!

In Berlin sind alleine rund 10.000 Menschen gekommen. Die Polizei war leicht überfordert, weil wir nur pessimistisch vor einer Woche eine Demonstration mit 600 Menschen angemeldet haben. Der Protestzug war aber vollkommen friedlich, so dass es zu keinen Problemen kam. Sehr erfreut waren wir über den vielfältigen, kreativen und bunten Protest, der auf vielen Fotos festgehalten wurde. Ich werde erst die nächsten Tage dazu kommen, mir viele Bilder und Videos anzuschauen und freue mich über Links in den Kommentaren. Was mich unglaublich überrascht hat, war dass soviele junge Menschen auf die Straße gegangen sind. Ich kam mir teilweise wie einer der Ältesten vor, dabei bin ich selbst noch nicht alt. Viele waren sicher zum ersten Mal auf einer Demonstration. Der Grund dafür ist meist die Sorge um ein offenes Netz, um unseren gemeinsamen digitalen Kommunikationsraum, der durch immer mehr falsche Regulation gefährdet ist. Das treibt viele Menschen auf einmal an, die mit dem Netz aufgewachsen sind und sich jetzt zum ersten Mal politisch engagieren. Da sage noch jemand, die Jugend ist unpolitisch, wenn zehntausende Menschen bei der Kälte auf die Straße gehen und Nein sagen zu intransparenten politischen Prozessen und einem nicht mehr zeitgemässen Urheberrecht, das massive Auswirkungen auf unser Mediennutzungsverhalten hat.

Der heutige Tag war ein deutliches Zeichen an die Politik und das EU-Parlament. Die Message der Proteste ist: Es ist Zeit, das Urheberrecht zu reformieren, eine weitere Zementierung durch eine falsche Politik wie ACTA sie darstellt, akzeptieren wir nicht weiter. Jetzt gilt es, die Proteste bunt und vielfältig bis in den Sommer weiter zu treiben, wo die EU-Parlamentarier Nein zu ACTA sagen können und aus unserer Sicht auch müssen.

Der Druck auf die Politik, um ACTA zu verhindern, muss jetzt erhalten bleiben. Wer uns dabei finanziell unterstützen will, kann uns gerne spenden.

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00:56

Der Zustand der IT-Industrie ist ja schon immer bemitleidenswert, ...

Der Zustand der IT-Industrie ist ja schon immer bemitleidenswert, wenn es um Security und sonstige Qualitätssicherung geht, und gerade Adobe fällt immer wieder durch die besonders minderwertige Softwarequalität auf, wenn man sich deren Exploit-Statistik anguckt, und ihre Advisories. Das Phänomen lässt sich bei allen größeren Projekten beobachten, wenn die Bugdatenbank frei zugänglich ist. Ab einem gewissen Füllstand geben die Leute das Ziel auf, jemals bugfrei zu sein. Man ist nur noch bemüht, die Zuwachsraten einzudämmen, und fixt "die besonders häufigen" Bugs. Firefox z.B. protzt damit, dass sie "die 10 häufigsten Crash-Bugs" gefixt haben. Anderswo läuft das nicht anders.

Diese Kapitulation hat sich in den letzten Jahren konzeptionell bedrohlich verschlimmert, weil die Hersteller inzwischen dazu übergeben, von dem eh überforderten Bug-Fix-Team Budget abzuziehen und damit Mitigations zu bauen. Sandboxing ist ein Trend, den man gerade bei allen möglichen Browsern sehen kann. Ausgehend von Mobiltelefonen sind jetzt auch schon die regulären Betriebssysteme zusehends Sandbox-Umgebungen für die Anwendungen.

Ich halte das alles für Snake Oil, schlimmer noch, für aktiv sicherheitsreduzierend. Denn mit dem Geld, mit dem hier sinnlose Techniken eingeführt werden, hätte man wunderbar Bugs fixen oder gar den Entwicklungsprozess verbessern können.

Der aktuelle Höhepunkt in diesem Kasperletheater ist der Security-Chef von Adobe (Der Brüller! Adobe hat tatsächlich einen Security-Chef!)

Der hat sich tatsächlich hingestellt (auf einer Kaspersky-Konferenz, das passt auch mal wieder wie Arsch auf Eimer) und dem staunenden Publikum erklärt, dass es Adobe ja gar nicht darum geht, die Bugs zu fixen. Stattdessen sei das Ziel, das Ausnutzen der Bugs teurer zu machen. Und aus diesem Gesichtspunkt verurteilte er die Forscher, die es wagen, Papiere darüber zu veröffentlichen, wie man die sinnlosen Mitigations umgeht.

Kommt jemandem diese Argumentation bekannt vor? Genau so hat die Contentmafia es damals angestellt, dass das Umgehen von (egal wie lächerlich schwachen) Kopierschutz-Vorrichtungen unter Strafe zu stellen.

Wir als Kunden müssen uns gegen diese Leute zur Wehr setzen. Kauft keine Produkte von Firmen, die lieber in Mitigations als in ordentliche Entwickler-Schulungen und Qualitätssicherung investieren.

Falls die grotesken Aussagen von diesem Adobe-Clown demnächst aus dem Internet verschwinden, zitiere ich sie hier mal in Gänze:

“My goal isn’t to find and fix every security bug,” Arkin argued. ”I’d like to drive up the cost of writing exploits. But when researchers go public with techniques and tools to defeat mitigations, they lower that cost.”

At Adobe, Arkin’s security teams have been working overtime to stem the flow of zero-day attacks against two of its most widely deployed products — Adobe Reader and Adobe Flash Player — and he made the point that too much attention is being paid these days to responding to vulnerability reports instead of focusing on blocking live exploits.

“We may fix one vulnerability that has a security characteristic but when we change that code, we are creating a path to other vulnerabilities that may cause bigger problems in the future,” he said.

Eigentlich könnte man den ganzen Artikel zitieren. Un-glaub-lich. Der weint da ernsthaft herum, dass Adobe ja soooo viele Bugs gemeldet kriegt, dass sie mit ihren Fixes mehr kaputtmachen als sie reparieren. Plötzlich geht Drucken nicht mehr und so. Das ist eine Selbstanklage von geradezu biblischen Dimensionen. Und der Höhepunkt des Unverständnisses:
“We have patched hundreds of CVEs [individual vulnerabilities] over the last year. But, very, very few exploits have been written against those vulnerabilities. Over the past 24 months, we’ve seen about two dozen actual exploits,” Arkin said, making the argument that software vendors are not wisely using their security response resources.
Hey, Arkin, DAS IST DER GRUND, WIESO MAN BUGS FIXT. Damit es nicht zu Exploits kommt! Wie konnte denn bitte diese Gestalt jemals Security-Chef werden?!

Höhepunkt seiner Selbstzerfleischung ist die folgende Aussage:

Finding a bug is pretty straightforward
Aha, soso, es ist also einfach, in Adobe-Software Bugs zu finden? Wieso tut ihr da nicht was gegen?

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umruehren
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Super-Mario-Driving
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Anti-ACTA-Proteste
Foto: @alexoprisan
Auch in Wien haben sich Menschen zu einer Demonstration zusammengefunden

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